Warnstreiks im Kfz-Handwerk gestartet
Beschäftigte von Emil Frey in Schweinfurt machen Druck auf Arbeitgeber

Nach dem ergebnislosen Abschluss der ersten Verhandlungsrunde in der Tarifrunde des Kfz-Handwerks hat die IG Metall in Bayern mit Warnstreiks begonnen, um ihren Forderungen nach mehr Geld und einer Entlastungskomponente Nachdruck zu verleihen.

1. April 20251. 4. 2025


Am Dienstagmittag (01. April) legten rund 80 Beschäftigte des Autohauses Emil Frey in Schweinfurt für eine Stunde die Arbeit nieder. „Es ist an der Zeit, dass die Arbeitgeber Verantwortung übernehmen und ein faires Angebot vorlegen“, betonte Reiner Gehring, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Schweinfurt. „Wir wollen jetzt die Kaufkraft der Beschäftigten stärken.“

Forderung: 6,5 Prozent mehr Geld

Die IG Metall fordert für die rund 120.000 bayerischen Beschäftigten in den Autohäusern und Kfz-Werkstätten 6,5 Prozent mehr Geld und für die Auszubildenden eine Erhöhung ihrer Vergütung um 170 Euro bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Außerdem drängt die IG Metall auf eine Entlastungskomponente, etwa in Form einer Wahloption zwischen mehr Zeit oder mehr Geld.

Jetzt in die Belegschaft investieren

Reiner Gehring von der IG Metall sagt: „Die Geschäfte im Kfz-Handwerk laufen gut, die Stimmung bei den Händlern ist positiv. Vor allem die Werkstätten sind bestens ausgelastet. Das spüren die Kunden durch lange Wartezeiten und die Beschäftigten durch eine sehr hohe Arbeitsbelastung. Die Unternehmen müssen jetzt in die Belegschaften investieren – durch höhere Einkommen und zusätzliche Entlastung.“