Betriebsrat fordert echte Perspektive für Schweinfurt Beschäftigte legen Zukunftskonzepte für SenerTec vor

Der Betriebsrat der Firma SenerTec stellt gemeinsam mit der Belegschaft entwickelte Zukunftskonzepte für den Standort Schweinfurt vor



Die Beschäftigten der SenerTec Kraft-Wärme-Energiesysteme GmbH kämpfen weiter für den Erhalt des Standorts Schweinfurt. Am 19.05.2026 hat der Betriebsrat dem Arbeitgeber umfassende Zukunftskonzepte vorgestellt, die gemeinsam mit den Beschäftigten erarbeitet wurden. Ziel ist es, konkrete industrielle Perspektiven für den Standort aufzuzeigen und den Erhalt von Arbeitsplätzen, Know-how und technologischer Kompetenz in Schweinfurt zu sichern.

  • Betriebsrat stellt gemeinsam mit der Belegschaft entwickelte Zukunftskonzepte für den Standort Schweinfurt vor
  • Zukunft von industrieller Wertschöpfung, Innovation und Energiekompetenz in der Region steht auf dem Spiel
  • Betriebsrat und IG Metall erwarten ernsthafte Prüfung der Konzepte statt reiner Abwicklungsstrategie

     

Hintergrund sind die bekannten Konzernpläne der BDR Thermea Group, die eine Einstellung der Produktion in Schweinfurt vorsehen. Für die Beschäftigten ist klar: Die Region darf nicht weiter industrialisiert ausbluten – insbesondere nicht in einem Zukunftsmarkt wie der Energie- und Wärmetechnik.

 

Die vorgestellten Zukunftskonzepte für Schweinfurt setzen gezielt auf Innovation, Weiterentwicklung und netzdienliche Energielösungen:

 

• moderne KWK-Systeme als netzdienlicher Stabilitätspartner der Energiewende
• intelligente Energie- und Netzersatzlösungen für mehr Versorgungssicherheit
• Weiterentwicklung innovativer und zukunftsfähiger Wärmelösungen
• smarte Energiemanagement- und digitale Servicekonzepte
• Erhalt und Ausbau von Entwicklungs-, Produktions- und Technologiekompetenz in Schweinfurt
• nachhaltige Weiterentwicklung des Service- und Ersatzteilgeschäfts

• Kooperationen mit Industrie-, Forschungs- und Hochschulpartnern zur Stärkung von Innovation und Technologietransfer
• kundennahe, flexible und resiliente Energielösungen „Made in Schweinfurt“

 

Parallel laufen weiterhin die Verhandlungen über Interessenausgleich und Sozialplan. Die Gespräche gestalten sich schwierig. Betriebsrat und IG Metall machen jedoch deutlich, dass der Fokus nicht ausschließlich auf Abbau und kurzfristiger Liquiditätsoptimierung liegen darf.

Der Betriebsratsvorsitzende von SenerTec Christian Zimmer erklärt dazu:

„Unsere Konzepte zeigen klar: Es gibt realistische und wirtschaftlich tragfähige Perspektiven für den Standort Schweinfurt. Hier geht es nicht nur um Arbeitsplätze – hier geht es um industrielle Kompetenz, Entwicklungskraft und Zukunftstechnologien für die Energiewende. Diese Chancen müssen ernsthaft geprüft werden.“

 

Weiter erklärt Zimmer:

„Die Konzepte wurden gemeinsam mit den Beschäftigten erarbeitet. In ihnen steckt enormes Fachwissen, jahrzehntelange Erfahrung und große Identifikation mit dem Standort. Die Belegschaft erwartet zu Recht, dass diese Arbeit ernst genommen wird.“

 

Auch die IG Metall sieht den Arbeitgeber jetzt in der Verantwortung, sich konstruktiv mit den vorgelegten Alternativen auseinanderzusetzen, Matthias Gebhard, IG Metall Schweinfurt:

„Schweinfurt braucht industrielle Zukunft – keine reine Abwicklung. Die Beschäftigten haben geliefert und konkrete Lösungen aufgezeigt. Jetzt erwarten wir eine ernsthafte Bewertung der Konzepte und einen offenen Dialog über die Zukunft des Standorts.“

Für Betriebsrat und IG Metall ist klar: Die Zukunft von SenerTec in Schweinfurt ist noch nicht entschieden. Die vorgestellten Konzepte zeigen, dass es Alternativen gibt.

Die Beschäftigten, der Betriebsrat und die IG Metall werden den Druck weiter aufrechterhalten. Ziel bleibt der Erhalt von Arbeitsplätzen, industrieller Stärke und technologischer Kompetenz in Schweinfurt.

 

 

Matthias Gebhardt
IG Metall Schweinfurt

Matthias Gebhardt

Gewerkschaftssekretär

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