Die Lage der Industrie spitzt sich zu. Vor diesem Hintergrund haben rund 80.000 Beschäftigte am 15.3. mit Großdemos in fünf Städten gleichzeitig die Politik zum Handeln und die Arbeitgeber zum Umdenken aufgefordert. Mit dabei waren auch 700 Beschäftigte aus der Region Schweinfurt-Main-Rhön.
Kompromiss zur Beschäftigungssicherung: Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter haben sich bei Schaeffler in Schweinfurt auf ein Maßnahmenpaket geeinigt, mit dem das wirtschaftlich herausfordernde Jahr 2025 mit möglichst geringen Auswirkungen auf die Belegschaft überbrückt werden soll.
Eine Carve-Out-Diskussion sorgt nur für unnötige Unruhe. Der Fokus muss darauf liegen, die operativen Herausforderungen von ZF zu lösen und die Division E wettbewerbsfähig aufzustellen. Auf dieser Basis war und ist die IG Metall zu gemeinsamen Lösungen mit dem Unternehmen bereit.
Nicht resignieren, sich nicht klein machen – und das gehen wir gemeinsam an. Im Folgenden veröffentlichen wir ein Statement von Thomas Höhn, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Schweinfurt, zur Situation bei Preh.
Gleichstellung ist nicht verhandelbar! Unser Ziel ist klar: Frauen und Männer müssen über den gesamten Lebensverlauf hinweg die gleichen Chancen haben.
Zwei Wochen nach einem Bericht des Handelsblatts hat der ZF-Vorstand am 03.03.2025 dem Gesamtbetriebsrat offiziell mitgeteilt, dass eine Ausgliederung der Division E (Pkw-Antriebsstrang) geprüft wird. Davon wären bis zu 20.000 Beschäftigte in Deutschland und 6.000 in Schweinfurt betroffen.
Konfliktreiche Wochen bei Schaeffler in Schweinfurt: In unserem Podcast „Aktivenfunk“ geht der Betriebsratsvorsitzende Jürgen Schenk zusammen mit Thomas Höhn, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Schweinfurt, auf die aktuellen Entwicklungen ein.
Projektvorhaben der IG Metall gestartet: Durch Erkenntnisse aus einer Regionalstudie verbunden mit Betriebsfallstudien in Industrieunternehmen sollen konkrete Maßnahmen für eine nachhaltige Transformation der Industrieregion Main-Rhön identifiziert werden, die bereits heute umgesetzt werden können.
Am Ende intensiver Verhandlungen zwischen Geschäftsleitung und den Arbeitnehmervertretern steht ein Erfolg für die Belegschaft im Betrieb Schweinfurt/Volkach: Es gibt massive Investitionen, deutlich weniger Verlagerungen und damit einhergehend erfolgt die Sicherung von Beschäftigung am Standort.
Lautstark und kämpferisch: Mit einem zentralen Warnstreik haben rund 3700 Beschäftigte am Mittwoch (06.11.2024) in Schweinfurt der Forderung nach höheren Entgelten und Ausbildungsvergütungen in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie Nachdruck verliehen.